„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Für zwei Fanlager wird der berühmte Gesang in dieser Woche Wirklichkeit. Doch wer setzt sich durch und zieht ins Finale des DFB-Pokals ein?
Arminia Bielefeld – Bayern Leverkusen (Di., 20:45 Uhr)
Die Ostwestfalen befinden sich mitten in einem Pokalmärchen: Nachdem sie einen Zweitligisten und drei Erstligisten ausgeschaltet haben, wartet im Halbfinale nun Titelverteidiger Bayer Leverkusen. In der Liga gab es im Aufstiegskampf gegen die Zweitvertretung von Hannover 96 am Wochenende einen Rückschlag. Aber Pokal und Liga sind für die Bielefelder sowieso zwei unterschiedliche Welten. Die Arminia gewann alle Pokalpartien in der regulären Spielzeit. Dieses Kunststück gegen die Werkself zu wiederholen würde einer absoluten Sensation gleichen / .
Leverkusen setzte sich am Freitag mit 3:1 gegen den VfL Bochum durch und schnuppert bei sechs Punkten Rückstand auf die Bayern zumindest wieder etwas Morgenluft im Meisterrennen. Das wird Bayer aber nicht vom weiteren großen Ziel Pokalsieg ablenken. Im Viertelfinale mussten sie gegen Köln nachsitzen und bezwangen den FC erst in der Verlängerung. Auf der Bielefelder Alm sollte jedoch das klare Ziel sein, das Spiel nach 90 Minuten zu entscheiden / .
VfB Stuttgart – RB Leipzig (Mi., 20:45 Uhr)
Stuttgart hat die vergangenen sechs Spiele in der Bundesliga nicht gewonnen, dabei setzte es gar vier Schlappen. Dabei muss man aber auch bedenken, dass die Gegner unter anderem Bayern, Leverkusen und zuletzt Frankfurt hießen. Trotzdem würde der Einzug ins Pokalfinale gerade richtig kommen, um die Stimmung etwas aufzubessern / . Die MHP-Arena wird brennen und die Männer von Sebastian Hoeneß werden alles daransetzen, dass ihre Fans nach Berlin fahren können.
Marco Rose wird das Halbfinale nicht mehr als Trainer von RB Leipzig erleben. Nach dem 0:1 in Mönchengladbach entschieden sich die Verantwortlichen dafür, einen neuen Impuls zu setzen. Zsolt Lőw wird die Bullen in Stuttgart coachen. In der Liga ist Leipzig auf Platz sechs zurückgefallen. Offenbar traute man Rose nicht mehr zu, den anvisierten Champions-League-Platz zu erreichen. Ob diese Entscheidung zumindest kurzfristigen Erfolg bringt, wird sich zeigen. Grundsätzlich ist Leipzig in der Lage in Stuttgart zu gewinnen / . Dazu müssen sie sich aber auf ihre Stärken besinnen (wie zum Beispiel in der ersten Halbzeit gegen Dortmund) und dürfen den Fokus nicht verlieren (wie in der zweiten Halbzeit gegen Dortmund).

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