DFB-Pokal, Runde eins – der Startschuss für Drama pur und Überraschungen. Viertligist gegen Bundesliga-Schwergewicht? Egal! Auf der Alm, an der Hafenstraße oder in Leipzig: Außenseiter jagen die Großen. Leverkusen? Im Umbruch. Bremen? Ungewiss. Schalke? Hungrig. Dortmund? Muss liefern.
SG Sonnenhof Großaspach – Bayer Leverkusen (Fr., 18 Uhr)
Großaspach ist heiß – und das nicht nur wegen der Temperaturen. Mit zwei Kantersiegen im Rücken und einer vollen Arena vor der Brust freut sich der Neu-Regionalligist auf das, was der Pokal am besten kann: Favoriten ärgern. Und Leverkusen? Muss gleich zum Start beweisen, dass der Umbruch im Verein nicht gleich Einbruch bedeutet. Denn die Werkself steckt nach dem Abgang von Stars wie Florian Wirtz und dem Trainerwechsel zu Erik ten Hag mitten im Neuanfang. Die Aspacher? Haben nichts zu verlieren – und genau das macht sie brandgefährlich.
Arminia Bielefeld – Werder Bremen (Fr., 20.45 Uhr)
Zuletzt kämpfte sich der damalige Drittligist Bielefeld sensationell bis ins Finale, warf dabei mehrere Bundesligisten raus und brachte die Alm zum Beben. Jetzt ist die Arminia zurück – nicht nur im Pokal, sondern auch in der 2. Bundesliga. Zwei Spiele, zwei Siege, sieben Tore – der Aufsteiger marschiert schon wieder vorneweg. Und nun bekommt es Werder Bremen mit dem Favoritenschreck zu tun. Für die Bremer ist es das erste Pflichtspiel unter Neu-Trainer Horst Steffen. Die Form spricht für Bielefeld, auch die Historie: Im Viertelfinale der letzten Saison setzte es für Werder eine bittere 1:2-Niederlage auf der Alm, 2015 war man dort schon einmal mit 1:3 baden gegangen.
Lok Leipzig – Schalke 04 (So., 15.30 Uhr)
Lok gegen Schalke, zum dritten Mal im DFB-Pokal. 1937 standen sich beide im Finale gegenüber, damals gewannen die Messestädter den Pott gegen das große Schalke. Fast 90 Jahre später ist die Rollenverteilung ähnlich klar – nur mit umgekehrten Vorzeichen. Lok spielt Regionalliga, Schalke immerhin noch 2. Liga. Der FCL hat den verpassten Aufstieg halbwegs verdaut, ist aktuell noch ungeschlagen, aber im Sachsenpokal zuletzt früh gescheitert. Schalke dagegen startete unter Miron Muslic zäh in die neue Saison – ein Sieg, eine Niederlage, wenig Glanz. Und trotzdem: Wenn’s um Pokalspiele gegen Viertligisten geht, zählt am Ende Qualität, nicht Formkurve. Und die liegt eindeutig auf Seiten der Gäste.
Rot-Weiß Essen – Borussia Dortmund (Mo., 20.45 Uhr)
Das Los hätte schlimmer kommen können. Für Dortmund. Doch wer glaubt, hier trifft ein Drittligist auf einen Champions-League-Teilnehmer, der hat die Rechnung ohne die Hafenstraße gemacht… Für die Älteren ist der Ruhrpott-Knaller ein Wiedersehen wie in Bundesliga-Zeiten, für die Jüngeren ein Pokaltraum. Der BVB wartet seit 2021 auf einen echten Pokal-Lauf. Damals der Triumph in Berlin gegen Leipzig, seitdem: Flaute. Im Vorjahr war schon in Runde zwei nach Verlängerung in Wolfsburg Schluss. Jetzt will Schwarz-Gelb wieder angreifen.
Beachte bitte: Quotenänderungen vorbehalten. Glücksspiel kann süchtig machen. 18+ AGB Gelten | Wette verantwortungsvoll | Deutsche Lizenz (Whitelist) | Hilfe unter www.buwei.de















