Viertelfinale im DFB-Pokal! Wer drückt aufs Gaspedal und zieht durch – und wer verpasst die Kurve auf dem Weg ins Halbfinale? Für diese und kommende Woche sind je zwei Spiele angesetzt.
Bayer Leverkusen – St. Pauli (Di., 20.45 Uhr)
Während die Werkself mit breiter Brust und realistischen Titelträumen aufläuft, sieht St. Pauli das Ganze eher als dringend benötigte „willkommene Ablenkung“ vom tristen Bundesliga-Abstiegskampf. Trainer Alexander Blessin sagt’s offen – und man merkt: Diese Pokalnächte geben dem Kiezklub gerade den kleinen Extra-Schub, der in der Liga fehlt. Kein Wunder, denn im Pokal läuft’s für die Hamburger: Gladbach raus. Hoffenheim raus. Und das, obwohl in der Bundesliga seit gefühlter Ewigkeit fast gar nichts läuft – drei Siege aus 20 Spielen, Tabellenkeller, Druck pur. Im Pokal dagegen? Mut, Momentum und ein bisschen Wahnsinn. Blessin fragt völlig zurecht: „Warum soll es nicht auch in Leverkusen gelingen?“ Wenn der Pokal eines kann, dann überraschende Geschichten schreiben.
Die Ausgangssituation
Auf der anderen Seite steht Bayer 04: Mannschaft mit Qualität, Ambitionen und einer großen Portion Vorsicht im Gepäck, so oft, wie Leverkusen in den letzten Jahren über Underdogs gestolpert ist (mal abgesehen von 2024, als man sich den Titel holte). Und trotzdem: In dieser Saison wirkt vieles anders. Der Sieg gegen Dortmund, souveräne Auftritte gegen Großaspach und Paderborn – und jetzt zum ersten Mal Heimspiel. Da kann man schon mal vom Pokalfinale träumen.
Trainer Kasper Hjulmand formuliert’s wie immer unaufgeregt, aber mit ordentlich Druck auf der Leitung: „Wir haben die Möglichkeit, einen Titel zu gewinnen.“ Gleichzeitig ist Bayer aber auch Wundertüte: Drei Niederlagen zum Start ins neue Jahr, dann drei Siege in Serie. Eine kleine Achterbahn, die Leverkusen-Fans aktuell mit Höchstschwung und Restunsicherheit zugleich ins Halbfinale trägt.
Und die Hamburger? Kommen ohne Druck, ohne Erwartungen. Aber mit dieser ganz besonderen Pokalenergie, die schon 2007 funktioniert hat, als sie Leverkusen einfach mal aus dem Wettbewerb kegelten. Ein kleines Wunder damals – und warum nicht ein kleines zweites / ?
Holstein Kiel – VfB Stuttgart (Mi., 20.45 Uhr)
Die Störche kommen mit Underdog‑Power, Pokal‑Historie und einem Stadion, in dem große Teams schon ins Straucheln kamen. Aber: Genau solche Abende liebt der VfB. Titelverteidiger Stuttgart reist mit breiter Brust in den Norden. Sieben Bundesliga‑Spiele, 17 Punkte – die Formkurve zeigt steil nach oben. Sebastian Hoeneß hat seine Mannschaft nicht nur stabilisiert, sondern gefährlich effizient gemacht. Auswärts im Pokal? Für den VfB aktuell kein Problem: Braunschweig, Mainz, Bochum – alle auswärts geschlagen.
Wunschtraum vs. Realität
Kiel dagegen lebt vom Pokalzauber. Wolfsburg raus. Hamburg raus. Bayern 2021? Unvergessen. Aber die Realität der Gegenwart sieht anders aus: Die letzten Wochen waren wacklig, und die bittere Heimniederlage in der Liga gegen Fürth kam zur Unzeit. Verletzungen, fehlende Stabilität – das Momentum ist weg. Und das kann ein Pokalspiel entscheiden.
Der VfB wirkt gefestigt, klar im Kopf, klar im Plan. Hoeneß warnt öffentlich vor Kiel, aber intern weiß jeder: Dieses Spiel musst du ziehen, wenn du erneut Richtung Titel schielen willst. Stuttgart ist zu abgeklärt, zu formstark, zu selbstbewusst, um sich vom nächsten „Pokal-Schreck“ erwischen zu lassen / . Kiel glaubt an die Sensation – doch Stuttgart spielt wie ein Team, das weiß, wohin es will. Halbfinale.
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