DFB-Pokal
Berlin kämpft in Berlin und der Bayern Zug rollt

10 Feb | news | BY Stefan Juelicher | MIN READ TIME |
Berlin kämpft in Berlin und der Bayern Zug rollt

Viertelfinale im DFB-Pokal – die Luft wird dünner! Hertha BSC trifft in Berlin auf SC Freiburg und Bayern München empfängt die Bullen aus Leipzig in München. Welcher der Vereine wird es in das Halbfinale schaffen und kommt damit dem Ziel, den DFB-Pokal endlich in den Händen halten zu können, ein gutes Stück näher?

Hertha BSC – SC Freiburg (Di., 20.45 Uhr)

Rund 33 Jahre ist es her, dass Hertha BSC im DFB-Pokalfinale stand. 1993 war es das Team von Bayer 04 Leverkusen, das dem Traum vom Pokalsieg ein Ende setzte. Heute, auf heimischen Rasen, muss die alte Dame zeigen, ob sie die Kraft hat, den SC Freiburg zu bezwingen. Die Hertha hat Rückenwind, zumindest in der Zweiten Bundesliga, zumindest ein bisschen. Am Samstag besiegte der Verein die Mannschaft von Elversberg mit einem klaren 3:0. Wenig Experimente, viele Standards. Ein sicheres Spiel – zu sicher vielleicht? Davor fünf Remis in Serie. Zwei davon gegen die beiden besten Teams der 2. Bundesliga, Schalke 04 (0:0) und SV Darmstadt 98 (2:2). Man kann nicht sagen, dass die alte Dame unter Druck nicht arbeiten kann. Aber der Sieg gegen Elversberg, der erste Sieg im neuen Jahr – möglicherweise nur eine Ausnahme, um den Anschluss an die Spitze und den Aufstieg nicht zu verlieren, oder der Beginn von etwas Großem?

Die Breisgauer stehen aktuell auf Platz sieben der Ersten Bundesliga. Am Wochenende gab’s einen glanzlosen 1:0-Sieg gegen SV Werder Bremen, insgesamt schießt die Elf zu wenig Tore, bekommt Gegentreffer durch den Kontrahenten immer kurz vor Abpfiff. Freiburg spielt sicher, es scheint aber an Elan zu fehlen. Julian Schuster konnte bisher noch nicht die Dynamik in seinem Team aktivieren, um überragende Erfolge zu erzielen. Vielleicht wird der Neuzugang, der 20-jährige Ifechukuw Bruno Ogbus, die Abwehr soweit entlasten, dass sich die Mitspieler mehr auf starke Angriffe konzentrieren können. Für den SC Freiburg wäre ein großer Sieg gegen Hertha BSC ein wichtiges Signal, um zu zeigen, dass er mehr als nur Mittelfeld ist.

Die Statistik spricht allerdings gegen einen klaren Sieg. Ein Unentschieden war das häufigste Ergebnis bei einem Aufeinandertreffen der beiden Vereine in der Bundesliga und auch wettbewerbsübergreifend trennten sich die beiden in jedem zweiten Match mit einem Remis. Somit könnte es heute Abend auf Verlängerung und Elfmeterschießen hinauslaufen. /

Bayern München – RB Leipzig (Mi., 20.45 Uhr)

Auch wenn am Mittwoch die Münchener Verkehrsbetriebe bestreikt werden, der Bayern-Zug rollt. Nach dem Durchmarsch gegen TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag mit einem vernichtenden 5:1-Ergebnis in der Ersten Bundesliga haben die Münchener jetzt die Bullen aus Leipzig im Visier, getreu dem Motto: „Wenn man die Nummer 3 schlagen kann, wird’s gegen die Nummer 4 schon nicht so schwer werden.“ Dabei schwingt auch ein gewisser Druck mit, denn seit sechs Jahren haben es die Bayern nicht mehr nach Berlin geschafft. Sie scheiterten in der Vergangenheit dreimal in Runde zwei, einmal im Viertel- sowie einmal im Achtelfinale des DFB-Pokals. Trainer Kompany ist zuversichtlich, dass dieses Mal das Viertelfinale gewonnen werden kann, die Negativ-Serie im eigenen Stadion beendet wird und es endlich wieder nach Berlin gehen kann.

Ob RB Leipzig das letzte Bundesligaspiel gegen Bayern noch im Hinterkopf hat? Im Januar 1:5 gegen die Münchener verloren, im eigenen Stadion. Dazu das Ergebnis von München gegen Hoffenheim und jetzt auch noch ein K.o.-Spiel auswärts im Heimstadion der Süddeutschen. Durchaus Gründe, um nervös zu werden. Ein Achtungserfolg gegen den 1. FC Köln konnte nicht über die durchschnittliche Performance des Vereins in der Bundesliga hinwegtäuschen. Auch die Spiele gegen FSV Mainz 05 (1:2) und gegen FC St. Pauli (1:1) waren nicht überragend. Am Mittwoch wird Gewissheit bringen, ob die Bullen aus Leipzig ihre Hörner zeigen oder ob die Münchener dem Ziel, nach 2020 wieder im DFB-Pokal Finale zu stehen, einen guten Schritt nähergekommen sind.

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Stefan Juelicher

Stefan Juelicher

Seit seiner Kindheit sportbegeistert, hat er sich im Lauf der Jahre zum Experten für Hochgeschwindigkeits-Sportarten entwickelt. Ob an der Skipiste, an der Rennstrecke oder bei starker Welle - ihn findet man da, wo Menschen und Technik im Rausch der Geschwindigkeit eins werden. - Gelegentlich macht er aber auch Gast-Beiträge für ruhigere Sportarten.

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Seit seiner Kindheit sportbegeistert, hat er sich im Lauf der Jahre zum Experten für Hochgeschwindigkeits-Sportarten entwickelt. Ob an der Skipiste, an der Rennstrecke oder bei starker Welle - ihn findet man da, wo Menschen und Technik im Rausch der Geschwindigkeit eins werden. - Gelegentlich macht er aber auch Gast-Beiträge für ruhigere Sportarten.