Viele Topspieler haben auf ihre Teilnahme beim ATP Masters in Toronto verzichtet. Für Alexander Zverev bietet sich so eine hervorragende Chance auf Rehabilitation nach der Enttäuschung von Wimbledon.
Das ATP Masters in Toronto startet mit einer ungewöhnlich offenen Konstellation: Zahlreiche Stars wie Carlos Alcaraz, Jannik Sinner, Novak Djokovic oder Jack Draper haben ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt – körperliche Belastungen und mentale Erschöpfung nach Wimbledon lassen das Tableau ungewohnt ausgedünnt erscheinen. Umso mehr rückt Alexander Zverev in den Mittelpunkt. Der Deutsche ist als Nummer eins gesetzt und damit automatisch der Favorit – eine Rolle, die ihm zwar selten zufällt, aber nun große Chancen eröffnet.
Doch seine eigene Form gibt Grund zur Vorsicht: In Wimbledon war für Zverev bereits in der ersten Runde Schluss – gegen den Franzosen Arthur Rinderknech verlor er überraschend in fünf Sätzen. Die Niederlage schmerzte, weil sie symptomatisch für seinen bisherigen Saisonverlauf steht: Licht und Schatten wechseln sich regelmäßig ab.
Zverev trainiert auf Mallorca
Umso bemerkenswerter ist sein Schritt nach der Niederlage: Zverev sprach anschließend öffentlich von mentalen Problemen. Doch anstatt sich zurückzuziehen, reiste er nach Mallorca, um mit Toni Nadal zu trainieren. Die Sessions mit dem Onkel und Ex-Trainer des 22-fachen Grand-Slam-Siegers Rafael Nadal galten nicht nur der Technik, sondern vor allem dem mentalen Aufbau: mehr Geduld, mehr Klarheit im Spiel, mehr Selbstvertrauen.
Gerüchte, nach denen die Zusammenarbeit ausgeweitet und Nadal Zverevs neuer Trainer werden könnte, schaffte der Spanier unlängst aus der Welt – ihm fehle schlichtweg die Zeit. Dennoch stehen die Vorzeichen gut: Zverev trifft auf ein Feld ohne die ganz großen Namen – seine Hauptkonkurrenten heißen Daniil Medvedev, Andrei Rublev oder Ben Shelton. Titelverteidiger ist der Australier Alexei Popyrin. Wenn Zverev sein Spiel stabilisiert bekommt und die Ansätze aus dem Nadal-Training auf dem Platz umsetzen kann, könnte Toronto für ihn mehr als nur ein Titelchancen-Turnier sein. Es wäre ein Statement.
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