Tennis
Turiner Tennis-Spektakel

07 Nov | news | BY Christian Ziemke | MIN READ TIME |
Turiner Tennis-Spektakel

Nach den Frauen startet am Sonntag auch das Saisonfinale der Männer: In der Inalpi Arena in Turin treffen die acht besten Spieler des Jahres in den ATP-Finals aufeinander. Auch Alexander Zverev ist dabei.

Angeführt wird das Feld von Jannik Sinner, Carlos Alcaraz und Novak Djokovic, die das Jahr geprägt haben und auch in Turin zu den Topfavoriten zählen. Sinner, der als Lokalheld in seinem Heimatland spielt, hat beste Erinnerungen an die Finals und will nach einem dominanten Jahr den Titel vor heimischem Publikum holen. Alcaraz möchte nach einigen Rückschlägen im Herbst wieder ein Zeichen setzen, während Djokovic – der Altmeister mit unerschütterlicher Routine – in Turin auf seine Erfahrung und taktische Präzision vertraut.

Für Alexander Zverev steht das Turnier hingegen unter besonderen Vorzeichen. Der Hamburger trifft in der Gruppenphase wieder auf Sinner. Der Hamburger hatte zuletzt mit Knöchelproblemen zu kämpfen und war bei seinem letzten Duell mit Sinner deutlich unterlegen. Ob er rechtzeitig wieder seine Stabilität und Explosivität findet, wird entscheidend sein – doch seine Bilanz bei den Finals (Sieger 2018 und 2021) zeigt, dass er in der Halle jederzeit zu den gefährlichsten Spielern zählen kann, wenn die Form stimmt.

Erst jeder gegen jeden – dann alles oder nichts

Wie bei den WTA-Finals wird auch in Turin im bewährten Gruppenmodus gestartet. Die acht Teilnehmer werden in zwei Gruppen zu je vier Spielern eingeteilt, in denen nach dem Round-Robin-Prinzip gespielt wird – jeder gegen jeden. Das bedeutet: Auch nach einer Niederlage bleibt die Chance auf das Weiterkommen erhalten, was den Matches zusätzliche taktische Tiefe gibt. Die beiden bestplatzierten Spieler jeder Gruppe ziehen ins Halbfinale ein. Dort trifft jeweils der Gruppensieger auf den Zweitplatzierten der anderen Gruppe, bevor im Finale im klassischen K.O.-Modus der Champion ermittelt wird.

Sinner und Alcaraz gelten als die heißesten Anwärter auf den Titel. Sinner hat auf Hardcourt in diesem Jahr fast nach Belieben dominiert, während Alcaraz mit seiner Athletik und Kreativität jedem Gegner gefährlich werden kann. Djokovic bleibt der Mann für die großen Momente – wenn der Druck steigt, ist er zur Stelle. Doch auch ein Außenseiter könnte die Bühne nutzen: Ben Shelton, der mit seinem explosiven Aufschlag und unberechenbaren Spiel für frischen Wind sorgt, hat in der Halle schon mehrfach bewiesen, dass er auch Topspieler ins Wanken bringen kann.

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Christian Ziemke

Christian Ziemke

Redakteur, der sich in fast jeder Sportart zurechtfindet. Seine größte Leidenschaft gilt dem Fußball, der NFL und der NBA.

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