Stuttgart vernichtet Celtic im eigenen Stadion in Schottland, Nottingham sammelt Tore, Fenerbahçe gelbe Karten: Nach den Überraschungsergebnissen im Hinspiel der Play-offs in der Europa League geht es jetzt in die Rückrunde. Ob Celtic und Fenerbahçe noch eine Chance haben oder ob der Traum vom Achtelfinale ausgeträumt ist – wir haben die Analyse gemacht.
VfB Stuttgart – Celtic Glasgow
Der VfB war nach Glasgow gefahren, um Geschichte zu schreiben. 23 Jahre nach der Niederlage im Celtic Park hatten die Stuttgarter am vergangenen Donnerstag endlich wieder die Möglichkeit, sich mit den Bhoys von Celtic in Glasgow zu messen.
Und was lieferten die Stuttgarter für eine schöne Partie! Saubere Pässe, gutes Zusammenspiel und bereits nach der 15. Spielminute das erste Tor durch Bilal El Khannouss. Die Mannschaft aus Deutschland dominierte in weiten Teilen das Match auf schottischem Rasen und ließ sich von der besonderen Atmosphäre am geschichtsträchtigen Ort nicht einschüchtern. In der Nachspielzeit machte Tiago Tomás das letzte Tor der Partie. So konnte sich der VfB mit dem verdienten Sieg von 4:1 feiern lassen.
Für das Rückspiel am Donnerstag haben die Stuttgarter eine sehr entspannte Ausgangslage. Der Drei-Tore-Vorsprung wird von Celtic Glasgow nur schwer aufzuholen sein. Auf der anderen Seite – mit einem so hohen Sieg vom VfB in Schottland hatte wahrscheinlich auch niemand gerechnet. Vielleicht passiert ja noch ein schottisches Wunder. Wer auch immer siegreich aus den K.-o.-Play-offs gehen wird – als nächster Gegner wartet eine Mannschaft aus Portugal. Gegen FC Porto oder SC Braga wird es einen harten Kampf im Achtelfinale der Europa League geben. Erst mal heißt es aber: angreifen für Celtic und verteidigen für den VfB. Ob Wunder oder sicheres Spiel – morgen Abend wird es sich zeigen, wer ins Achtelfinale einzieht!
Fenerbahçe Istanbul – Nottingham Forest
Fenerbahçe hatte eigentlich Heimvorteil und konnte ihn – wie auch Celtic Glasgow – nicht nutzen. Vor rund 50.000 Zuschauern wollte die Mannschaft aus Istanbul im Şükrü-Saracoğlu-Stadion zeigen, dass sie nicht nur in der Süper Lig zu den Besten gehört, sondern auch im europäischen Vergleich eine super Mannschaft ist. Dem Team aus Nottingham Forest, auch „The Tricky Trees“ genannt, hatten sie am vergangenen Donnerstag nicht viel entgegenzusetzen. In der 21. Minute schoss Amir Murillo die Gäste aus England in Führung. Kurz vor der Pause dann das 2:0 durch Igor Jesus. Insgesamt hatten die Engländer deutlich mehr Spielanteil und gute Torchancen, während die Gastgeber sich schwertaten, ins Spiel zu finden. Fünf Minuten nach Anpfiff der zweiten Halbzeit fiel das dritte Tor für Nottingham durch den Mittelfeldspieler Morgan Gibbs-White. Danach spielten beide Mannschaften ein sicheres Spiel. Besondere Highlights gab es keine mehr. Die Zahlen des Spiels – 3 Tore für Nottingham, 5 gelbe Karten für Fenerbahçe.
Mit dieser Ausgangslage geht es morgen in das Rückspiel. Alle Prognosen sprechen für die Mannschaft aus England. Nottingham reicht ein Unentschieden oder sogar eine niedrige Niederlage. Das erklärte Ziel dürfte es sein, keine oder wenig Gegentore zu kassieren. Fenerbahçe müsste angreifen, aber auch da spricht die Statistik gegen ein Wunder. Die türkische Mannschaft ist in allen Fällen, in denen sie das Hinspiel in einer K.-o.-Runde in einem Europa-League-Wettbewerb verloren hatte, ausgeschieden. Beide Teams werden also vermutlich ihre Kräfte sparen, um für ihre heimischen Ligen mehr Power zu haben. Nottingham Forest steht in der Premier League auf Platz 17 und damit kurz vor der Abstiegszone. Fener wird sich wohl schonen, um am Sonntag gegen Antalyaspor weitere Punkte in der Süper Lig sammeln zu können. Dann wäre Platz 1 wieder greifbar nahe. Wir erwarten in dem Europa-League-Spiel am Donnerstag daher kaum Überraschungen und wenig Tore.
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