Schwimmen
Neue Disziplin verspricht Action

18 Jul | news | BY Christian Ziemke | MIN READ TIME |
Neue Disziplin verspricht Action
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Der Knockout-Sprint findet in Singapur zum ersten Mal bei einer WM statt und soll für mehr Spannung und Action sorgen. Deutschland hofft auf Medaillen.

Die neue Disziplin ersetzt das 25-Kilometer-Rennen und scheint bei den Athletinnen und Athleten gut anzukommen. Insgesamt gilt es drei Kilometer über drei Runden zu schwimmen. Und wie der Name schon vermuten lässt, scheiden die schlechtesten Kontrahenten nach jeder Runde aus, sodass im Finale nur noch zehn Schwimmer übrigbleiben und um Gold kämpfen. Zunächst treten die Schwimmer in zwei Läufen über 1.500 Meter gegeneinander an. Dann gibt es eine kurze Verschnaufpause und es folgen 1.000 Meter. Die Finalrunde findet schließlich über 500 Meter statt. Start ist in der Nacht auf Samstag um 2 Uhr MEZ bei den Frauen und um 4 Uhr MEZ beiden Männern. 

Beim Knockout-Sprint kommt es von Anfang an auf die Schnelligkeit an, denn der Startplatz der kommenden Runde ergibt sich aus dem Ergebnis der vorherigen. Aber auch die taktische Komponente darf hier keinesfalls unterschätzt werden, da die Schwimmer sich auch hier ihre Kräfte sinnvoll einteilen müssen.

Wellbrock in bestechender Form 

Nach der Enttäuschung bei den Olympischen Spielen ist Fabian Wellbrock wieder da, wo er hingehört: ganz oben. Über die zehn Kilometer im Freiwasser setzte sich der Magdeburger nach etwa zehn Minuten schon früh an die Spitze des Feldes und holte schließlich Gold. Über die halbe Distanz gewann Wellbrock ebenfalls, unterstrich damit seine bestechende Form und heimste obendrein noch das Lob der Konkurrenz ein. Oliver Klement schwamm über zehn Kilometer nur haarscharf an einer Medaille vorbei, über fünf kam er jedoch nicht an die Podiumsplätze heran. 

Lea Boy und Jeanette Spiwoks waren dagegen chancenlos über die zehn Kilometer. Spiwoks wurde 4:45 Minuten hinter der Spitze lediglich 15., während Boy in der letzten Runde mit großem Rückstand aufgab. Über fünf Kilometer traten beide Athletinnen nicht an, sodass mit Celine Rieder nur eine Deutsche im Wasser war. Sie zeigte in ihrem ersten Rennen bei dieser Weltmeisterschaft eine ordentliche Leistung und war lange im Kampf um Bronze dabei. Am Ende reichte es mit fünf Sekunden Rückstand zu Platz fünf. 

Wellbrock dürfte in dieser Verfassung auch in der neuen Disziplin favorisiert sein, aber Vorsicht ist geboten: Klement gewann die Premiere des Knockout-Sprints beim Weltcup im April auf Ibiza – genauso wie Boy den ersten Sieg bei den Frauen einfuhr.

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Christian Ziemke

Christian Ziemke

Redakteur, der sich in fast jeder Sportart zurechtfindet. Seine größte Leidenschaft gilt dem Fußball, der NFL und der NBA.

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