WM-Testspiel
WM-Countdown in Basel: Deutschland stellt sich der Nati

26 Mar | news | BY Anja Landmann | MIN READ TIME |
WM-Countdown in Basel: Deutschland stellt sich der Nati

Deutschland und die Schweiz liefern sich in Basel einen WM-Härtetest, der mehr ist als ein gewöhnliches Freundschaftsspiel. Beide Teams wollen ein Zeichen setzen – und die DFB-Elf hat die Chance, im ersten Duell des Jahres direkt richtig Schwung aufzunehmen.

Jetzt beginnt für das Team von Julian Nagelsmann die Phase, in der keine Ausreden mehr gelten. Weniger als drei Monate bleiben bis zum ersten WM-Spiel gegen Curaçao, und der Gegner Schweiz ist genau die Art von Prüfstein, die man zu diesem Zeitpunkt braucht: bissig, eingespielt, taktisch clever.

Dass Nagelsmann vor dem Spiel tief in der Aufstellungskiste wühlen muss, liegt weniger an taktischen Spielereien als an einer ganzen Liste verletzter Spieler. Musiala fehlt, Pavlovic fehlt, Nmecha fehlt, Leweling fällt ebenfalls aus – und doch bleibt der Bundestrainer bei seiner Ansage: „Experimentieren werden wir nicht mehr.“ Die Formation ist klar, das Gerüst steht, und die Spieler, die jetzt ran dürfen, werden genau beobachtet. Leon Goretzka übernimmt im Mittelfeld Verantwortung, neben ihm könnten Stach oder Neuzugang Stiller auflaufen. In der Offensive verspricht der Dreizack aus Florian Wirtz, Leroy Sané und Serge Gnabry Kreativität und Tempo, während vorne Deniz Undav mit seinem aktuellen Lauf beste Argumente für einen Startplatz mitbringt. Oliver Baumann steht im Tor und will seine Chance als Nummer 1 nutzen.

Der Gegner: eingespielt, ambitioniert – aber noch auf der Suche

Die Schweiz hat eine souveräne WM-Quali gespielt und präsentiert sich seit Monaten stabil. Trotzdem steckt das Team von Murat Yakin mitten in einer Phase des Feintunings. Der Coach nutzt das Spiel gegen Deutschland, um neue Impulse zu testen: Noah Okafor bekommt nach seiner Rückkehr die Chance auf Wiedergutmachung, Miro Muheim soll zeigen, dass er mehr sein kann als ein Bundesliga-Geheimtipp, und Denis Zakaria soll sich in einer neuen Rolle im Abwehrzentrum beweisen. Dazu kommen die bekannten Größen: Kobel im Tor, Xhaka als Dirigent auf der Sechs, Embolo als physisch starker Zielspieler. Die Schweiz hat Qualität in der Breite – doch die endgültige Formation für die WM steht noch nicht fest.

Die Ausgangslage: ein Klassiker mit klarer Bilanz

36 Siege aus 54 Begegnungen sprechen eine deutliche Sprache für Deutschland, doch die letzten Duelle waren enger, zuletzt gab es ein 1:1 bei der EM 2024. Beide Teams reisen mit Selbstvertrauen an, aber mit unterschiedlichen Prioritäten: Die Schweiz testet, Deutschland justiert fein. Genau das könnte am Ende den Unterschied machen. Die DFB-Elf hat ihre Identität wiedergefunden, die Qualifikation nach einem schwierigen Start souverän beendet und spürt, dass dieses WM-Jahr anders werden kann als die letzten beiden Turniere.

Auch wenn die Schweiz ein unbequemes, talentiertes Team ist, spricht vieles für die deutsche Mannschaft. Die Struktur ist klar, die Rollen sind verteilt, die Motivation ist hoch – und die Schweiz steckt strategisch noch mitten in der Auswahlphase. Deutschland hingegen will ein Zeichen setzen, und das zum ersten Mal im neuen Auswärtstrikot, das auch im Sommer ein Statement sein soll. Unsere Prognose: Deutschland gewinnt dieses Spiel. Nicht locker, nicht entspannt, aber verdient – mit mehr Zielstrebigkeit, mehr Klarheit und einem Momentum, das man im WM-Jahr nicht unterschätzen sollte.

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Anja Landmann

Anja Landmann

Sportjournalistin, die seit jeher in Fußballstadien zu Hause ist und den Fußball – von heimischen Spielen bis hin zu internationalen Großereignissen – lebt und atmet.

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Sportjournalistin, die seit jeher in Fußballstadien zu Hause ist und den Fußball – von heimischen Spielen bis hin zu internationalen Großereignissen – lebt und atmet.