Premier League
Die Jagd auf Liverpool beginnt

13 Aug | news | BY Christian Ziemke | MIN READ TIME |
Die Jagd auf Liverpool beginnt

Am kommenden Freitag startet die neue Saison in der Premier League, wenn Titelverteidiger FC Liverpool den AFC Bournemouth empfängt. Manchester City, Arsenal und Chelsea wollen die Reds vom Thron stoßen.

Arne Slot führte den FC Liverpool in der ersten Saison nach Jürgen Klopp direkt zum Titel. Sicher profitierte er dabei von einer ungewöhnlich schwachen Saison Manchester Citys, trotzdem ist ein Titel in der besten Liga der Welt niemals unverdient. Für die anstehende Spielzeit mit der Mission Titelverteidigung ging Liverpool auf große Shoppingtour: Mit Florian Wirtz, Hugo Ekitiké und Jeremie Frimpong kamen gleich drei Stars aus der Bundesliga an die Anfield Road. Zudem sicherten sich die Reds die Dienste von Linksverteidiger Milos Kerkez, der es am ersten Spieltag direkt mit seinem Ex-Verein zu tun bekommt. Mit Alexander Isak von Newcastle United soll noch ein weiterer Statement-Transfer eingetütet werden. Bei den Abgängen sind Luis Diaz (zu Bayern München) und Trent Alexander-Arnold (zu Real Madrid) zu nennen.

Eine titellose Saison gehört nicht zum Selbstverständnis von Manchester City und soll sich dieses Jahr nicht wiederholen. Nach vier Meisterschaften in Folge mussten sich Pep Guardiola und seine Mannen sogar nur mit Platz drei begnügen. Der spanische Taktikfuchs wird sich seine Gedanken gemacht haben und mit einem passenden Matchplan für die neue Saison aufwarten. Helfen sollen dabei die Neuzugänge Tijjani Reijnders vom AC Mailand und Rayan Cherki, der aus Lyon kommt. Verlassen haben den Verein dagegen zwei langjährige Stammspieler und Vereinslegenden: Kevin De Bruyne zieht es nach Neapel und Kyle Walker wechselt zum FC Burnley. Zum Auftakt müssen die Skyblues nach Wolverhampton, die vergangene Saison lediglich 16. geworden sind.

London rüstet auf

Mit zehn Punkten Rückstand landete Arsenal in der zurückliegenden Spielzeit da, wo sie auch schon die zwei Jahre zuvor landeten: auf Platz zwei. Die Gunners sehnen sich nach der ersten Meisterschaft seit über 20 Jahren. Mit dem neuen Betway Botschafter Thierry Henry verloren sie 2003/2004 kein einziges Spiel und gingen als „The Invincibles“ in die Geschichtsbücher ein. Für eine Wiederholung dieser Fabelsaison war Arsenal sehr umtriebig auf dem Transfermarkt. Mit Viktor Gyökeres wurde ein waschechter Mittelstürmer geholt, der in Portugal in den letzten zwei Jahren alles kurz und klein geschossen hat. Vom FC Chelsea wechselt Noni Madueke ins Emirates und liefert eine weitere Alternative auf der offensiven Außenbahn. Martin Zubimendi verstärkt zudem das zentrale defensive Mittelfeld. Der Spanier kommt von Real Sociedad. Das erste Spiel wird gleich sehr interessant, denn es geht ins altehrwürdige Old Trafford zu Manchester United.

Der FC Chelsea darf sich Conference-League-Sieger und Klubweltmeister nennen, doch der Gewinn der Premier League würde diese beiden Titel in den Schatten stellen. Zuletzt gelang den Blues das im Jahr 2017. Mit João Pedro und Liam Delap wurden dazu zwei neue Mittelstürmer verpflichtet, es wurde aber auch schon in die Zukunft investiert. Mit Estêvão von Palmeiras und Jorrel Hato von Ajax Amsterdam fanden zwei heiß begehrte Talente ihren Weg nach London. Auf Seiten der Abgänge wird sich sicher noch etwas tun, da der Kader von Chelsea fast schon traditionell riesig ist. Dennoch wird die Champions League eine ganz andere Belastung als die Conference League, wodurch der große Kader auch durchaus ein Vorteil sein kann, solange Enzo Maresca es schafft, all seinen Spielern genug Spielzeit zu geben. Los geht’s für Chelsea mit einem Heimspiel gegen FA-Cup-Sieger Crystal Palace.

Phalanx durchbrechen 

Die Top Vier scheinen in dieser Saison bereits festzustehen. Aber wer könnte Nutznießer sein, wenn ein Team unerwartet Schwäche zeigt? Newcastle ist sicher stark genug, offenbarte vor zwei Jahren aber schon enorme Probleme mit der zusätzlichen internationalen Belastung. Auch Aston Villa hat sich seit dem Aufstieg 2020 etabliert und kam zuletzt zwei Mal unter die ersten Sechs. Die Phalanx der großen Vier zu durchbrechen dürfte für das Team aus Birmingham jedoch nur unter absolut optimalen Bedingungen möglich sein.

Zwei Clubs, die sich selbst sicher immer noch unter den besten Mannschaften der Liga sehen, sind Manchester United und die Tottenham Hotspur. Mit Rang 15 respektive 17 waren sie davon in der letzten Spielzeit aber so weit entfernt wie noch nie. Es ist fraglich, ob beide den Turnaround schaffen. United könnte den Vorteil haben, dass sie sich auf keinen internationalen Wettbewerb konzentrieren müssen, Tottenham spielt nach dem Gewinn der Europa League kommende Saison sogar in der Königsklasse. Dass sie wirklich unter die ersten Vier kommen, scheint jedoch ausgeschlossen zu sein. Selbst die internationalen Plätze dürften schwierig werden.

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Christian Ziemke

Christian Ziemke

Redakteur, der sich in fast jeder Sportart zurechtfindet. Seine größte Leidenschaft gilt dem Fußball, der NFL und der NBA.

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