England und Spanien stehen im Finale der Fußball-Europameisterschaft. Die Topfavoritinnen mussten dafür beide in die Verlängerung und konnten sich in hart umkämpften Matches durchsetzen.
England – Spanien (So., 18 Uhr)
Im ersten Halbfinale bezwangen die Engländerinnen Italien mit 2:1, mussten dabei aber erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Bonansea verwertete eine Flanke in der 33. Minute zur italienischen Führung und stellte den bisherigen Spielverlauf damit ein wenig auf den Kopf. England kam stärker aus der Halbzeit und versuchte vor allem über viele Flanken zum Torerfolg zu kommen. Bis zum erlösenden 1:1 dauerte es aber bis tief in die Nachspielzeit: In der 96. Minute gelang Agyemang – wie schon gegen Schweden – nach Einwechslung der Ausgleich. In der Verlängerung sorgte dann ein strittiger Elfmeter wieder spät für die Entscheidung: Kelly scheiterte zunächst vom Punkt an Keeperin Giuliani, verwandelte aber im Nachschuss (119.).
Spanien machte einen Tag später das Traumfinale perfekt – zum Leidwesen der deutschen Mannschaft. Das ersatzgeschwächte Team bot den Ibererinnen abermals einen tollen Kampf, musste sich in der Verlängerung aber mit 0:1 geschlagen geben. In der ersten Hälfte war Spanien brutal dominant, bekam das Leder aber nicht über die Torlinie. In der zweiten Halbzeit wirkten sie dann etwas zu lässig, auch wenn sie die Kontrolle nicht aus der Hand gaben. Torhüterin Cata Coll verhinderte gegen Wamser in der Nachspielzeit den Lucky Punch. In der Verlängerung waren Chancen zunächst Mangelware. In der 113. Minute gelang Weltfußballerin Aitana dann aber der Siegtreffer: Aus spitzem Winkel überwand sie Berger, die bei dem Abschluss ins kurze Eck keine gute Figur machte. Vorher hielt die Torhüterin Deutschland aber wieder mit vielen Paraden in der Partie.
Titelverteidigerinnen sind Außenseiter
Spanien geht als Favorit ins EM-Finale gegen England / – und das mit Recht: Das Team besticht durch technische Überlegenheit, ballsichere Mittelfeldspielerinnen wie Bonmatí und Putellas und ein dominantes Passspiel. Gerade in der Spielkontrolle liegt Spaniens größte Stärke. Doch trotz klarer Überlegenheit im Aufbau tun sie sich manchmal schwer, echte Torchancen zu kreieren – besonders gegen tief stehende Gegner.
England setzt auf das Kontrastprogramm: kompakte Defensive, körperliche Präsenz und schnelles Umschalten. Spielerinnen wie James und die junge Agyemang sorgen vorn für Gefahr, auch wenn das Spiel oft weniger strukturiert wirkt. England lebt von Effizienz und Mentalität – zuletzt kamen sie gleich mehrfach spät zurück ins Spiel. Ob das auch für die Titelverteidigung reicht? /
Beachte bitte: Quotenänderungen vorbehalten. Glücksspiel kann süchtig machen. 18+ AGB Gelten | Wette verantwortungsvoll | Deutsche Lizenz (Whitelist) | Hilfe unter www.buwei.de













