Champions League
Wer macht das Achtelfinale perfekt?

23 Feb | news | BY Anja Landmann | MIN READ TIME |
Wer macht das Achtelfinale perfekt?

Die Rückrunde der Play-offs für das Achtelfinale der Champions League stehen an. Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund haben mit ihren Siegen aus den Hinspielen gute Chancen, sich in die nächste Runde zu ballern.

Bayer Leverkusen – Olympiakos Piräus (Di., 21 Uhr) 

Die Leverkusener haben sogar allerbesten Chancen, ihre starke Ausgangsposition zu vergolden. Denn mit dem 2:0-Erfolg in Piräus hat die Werkself in der vergangenen Woche eine hervorragende Basis geschaffen, um am Dienstagabend daheim in der BayArena den Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse perfekt zu machen. Der Hinspiel-Held war definitiv Patrik Schick, der mit seinem Doppelpack in nur 144 Sekunden nicht nur das Spiel, sondern vielleicht sogar schon das gesamte Duell entschieden hat. Genau diese Effizienz braucht Leverkusen erneut – auch wenn der Druck eindeutig beim Gast liegt.

Leverkusen: Stabil, kontrolliert, aber gewarnt

Trotz der 0:1-Liganiederlage bei Union Berlin am Wochenende bleibt das Gesamtbild ein starkes: fünf Zu-Null-Spiele in den letzten acht Partien sprechen eine deutliche Sprache. Hjulmands Elf arbeitet defensiv konzentriert, kontrolliert Ballbesitz und minimiert gegnerische Chancen. Die BayArena dürfte dabei ein echtes Plus sein: Zu Hause wirkt das Team meist ruhiger, strukturierter und kreativer.

Der Ausfall von Flekken sowie die fehlenden Offensivoptionen Tella und Ben Seghir drücken etwas auf die Rotationsfreiheit – aber mit Schick, Hofmann, Palacios und Andrich ist genug Qualität auf dem Platz, um das Spiel in die gewünschte Richtung zu lenken.

Olympiakos: Zwei Tore Minimum

Die Griechen kommen mit einem klaren Muster nach Leverkusen: kompakte Spiele, wenig Tore. In den letzten vier Partien erzielte Olympiakos nur zwei Treffer – zu wenig, um das Leverkusener Bollwerk ernsthaft ins Wanken zu bringen. Und gleichzeitig brauchen sie im Rückspiel mindestens zwei Tore, um die Partie überhaupt wieder zu öffnen.

Die Offensivreihe um Podence, El Kaabi, Yazıcı und Taremi hat das Potenzial, aber es fehlt an Form, Selbstverständnis und Rhythmus. Dazu kommen Verletzungsprobleme – Bakoulas und Angelakis fehlen, was gerade in Druckphasen schmerzen kann.

Ausgangslage: Vorteil Werkself, trotzdem Konzentration gefragt

Leverkusen könnte sich sogar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied erlauben – aber darauf wird sich das Team kaum einlassen. Zu deutlich war der Unterschied im Hinspiel, zu klar die spielerische Linie der Werkself, zu kontrolliert die jüngsten Auftritte in Europa. Die Motivation ist ohnehin hoch: Im Achtelfinale warten Bayern oder Arsenal – ein echter Kracher, der allein schon Antrieb genug sein sollte, dieses Playoff sauber und fokussiert zu Ende zu bringen / .

Atalanta Bergamo – Borussia Dortmund (Mi., 18.45 Uhr)

Borussia Dortmund reist mit einem 2:0-Vorsprung nach Bergamo – leicht wird dieses Rückspiel ganz sicher nicht. Atalanta gilt zu Hause als eines der unangenehmsten Teams Italiens, und genau darin liegt die Brisanz dieses Mittwochabends. Im Hinspiel sorgten Serhou Guirassy und Maximilian Beier früh für klare Verhältnisse. Dortmund kontrollierte die Partie und erspielte sich eine perfekte Ausgangsposition für das Rückspiel. Der BVB braucht in Bergamo nicht unbedingt einen Sieg: Selbst eine knappe Niederlage mit einem Tor Unterschied würde fürs Weiterkommen reichen.

Dortmund: Form steigt – Verletzte bleiben ein Thema

Unter Trainer Niko Kovač zeigt der BVB seit Wochen eine klarere Struktur. Das Verhältnis aus Ballbesitz, Pressing und Umschaltmomenten stimmt, dazu kommt ein spürbarer Teamgeist. Die Bundesliga-Ergebnisse spiegeln das wider – Dortmund hat sich in der Liga stabilisiert und kämpft um Platz vier. Die Schattenseite: Innenverteidiger-Engpass. Mehrere Ausfälle zwingen Kovač zu kreativen Lösungen in der Defensive. Dass der BVB trotzdem kompakt steht, spricht für die taktische Disziplin der Mannschaft. Entscheidend wird, wie Dortmund die Intensität des italienischen Pressings auffängt – Bergamo läuft gnadenlos an, besonders zu Hause.

Atalanta: Heimstark, unberechenbar, unter Druck

In der Serie A steht Atalanta aktuell auf Rang sieben. Es gilt: In Bergamo ist fast niemand sicher. Juventus (3:0) und Chelsea (2:1) haben das in dieser Saison bereits schmerzhaft erfahren. Die Offensive von „La Dea“ ist schnell, aggressiv und pressinglastig. Vor allem das Tempo über die Außenbahnen kann jedem Gegner wehtun. Gleichzeitig muss Trainer Raffaele Palladino eine Balance finden: Sein Team braucht Tore, aber ein zu hohes Risiko öffnet Räume, die der BVB gnadenlos nutzen könnte.

Ausgangslage: Vorteil BVB, aber ein Härtetest wartet

Der BVB hat sich im Hinspiel eine gute Ausgangsbasis erspielt, doch der Termin bleibt heikel: Das Match in Bergamo liegt zwischen zwei Bundesliga-Topspielen gegen Leipzig und Bayern. Konzentration ist Pflicht – jeder Aussetzer kann im Hexenkessel von Bergamo sofort bestraft werden. Ein gutes Omen für die Schwarzgelben: Dortmund hat in drei Pflichtspielen noch nie gegen Atalanta verloren  / .

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Anja Landmann

Anja Landmann

Sportjournalistin, die seit jeher in Fußballstadien zu Hause ist und den Fußball – von heimischen Spielen bis hin zu internationalen Großereignissen – lebt und atmet.

Anja Landmann

Anja Landmann

Sportjournalistin, die seit jeher in Fußballstadien zu Hause ist und den Fußball – von heimischen Spielen bis hin zu internationalen Großereignissen – lebt und atmet.