Champions League
Finale der Ligaphase: Bayern klar, BVB hofft, Bayer muss punkten

26 Jan | news | BY Anja Landmann | MIN READ TIME |
Finale der Ligaphase: Bayern klar, BVB hofft, Bayer muss punkten

Letzter Spieltag der Ligaphase in der Königsklasse: Bayern will souverän siegen, Leverkusen braucht drei Punkte, Dortmund hofft auf ein Wunder und Frankfurt spielt nur noch um den Stolz – deutsche Klubs zwischen Pflicht und Drama.

Borussia Dortmund – Inter Mailand (Mi., 21 Uhr)

Der BVB kann sich noch für die Top 8 qualifizieren. Theoretisch. Denn es braucht schon ein kleines Wunder. Ausgerechnet jetzt kommt Inter Mailand. Nach dem 0:2 bei Tottenham hat sich Dortmunds Ausgangslage in der Champions League maximal verschlechtert. Platz 16 vor dem letzten Spieltag, zwei Punkte hinter den Plätzen, die den direkten Einzug ins Achtelfinale bedeuten – aber mit zu vielen Teams dazwischen, um realistisch planen zu können. Klar ist nur: Ein Sieg ist Pflicht. Alles andere wäre das definitive Ende der direkten Achtelfinal-Träume.

Das Problem: Inter ist nicht der Gegner, den man sich für so eine Mission wünscht. Die Mailänder reisen als Vorjahresfinalist, Tabellenführer der Serie A und klarer Favorit an. Defensiv stabil, offensiv abgezockt – und genau deshalb bestens geeignet, um Hoffnungen früh zu dämpfen. Während der BVB zuletzt schwankte, wirkt Inter reif, routiniert und kontrolliert. Für die Nerazzurri, die einen Punkt mehr auf dem Konto haben, ist die Rechnung simpel: Gewinnen sie in Dortmund, rücken sie einem Achtelfinal-Platz deutlich näher. Für den BVB hingegen würde selbst ein Sieg noch keine Sicherheit bringen – Schützenhilfe inklusive.

Natürlich kann der Signal Iduna Park Champions-League-Abende kippen. Doch nüchtern betrachtet spricht wenig für ein Dortmunder Happy End. Zu stabil Mailand, zu wacklig Dortmund. Viel deutet darauf hin, dass der BVB den Umweg über die Play-offs nehmen muss – während die Italiener in Dortmund einen wichtigen Schritt Richtung Achtelfinale machen kann  / .

Bayer 04 Leverkusen – FC Villarreal (Mi., 21 Uhr)

Für Bayer Leverkusen gibt es am Mittwoch nur eine Devise: gewinnen – und alles spricht dafür, dass genau das gelingt / . Zwar klingt der Name FC Villarreal nach europäischer Herausforderung, sportlich aber könnten die Vorzeichen kaum deutlicher sein. Während die Werkself mit neun Punkten weiterhin realistische Chancen auf die K.o.-Runde besitzt, taumeln die Spanier am Tabellenende der Champions League. Ein Zähler aus sieben Spielen, Platz 35 – Villarreal ist praktisch schon raus.

Dennoch steht Leverkusen unter Zugzwang. Das 0:2 bei Olympiakos Piräus hat die Lage verschärft, drei Pflichtspiel-Niederlagen im neuen Jahr zeigen, dass noch nicht alles rund läuft. Doch genau deshalb kommt dieses Spiel zum richtigen Zeitpunkt. Die Qualifikation für die Play-offs liegt in der eigenen Hand. Die Zahlen sprechen klar für die Werkself. Villarreal wartet in dieser Saison weiterhin auf den ersten Auswärtspunkt, verlor alle drei Gastspiele und reist nach der jüngsten Champions-League-Pleite gegen Ajax (gefolgt von einer 0:2-Heimwatsche gegen Real Madrid in der Liga) mit wenig Selbstvertrauen an. Auch defensiv offenbaren die Spanier immer wieder Schwächen, ein gefundenes Fressen für Leverkusens Offensivqualität.

Zugegeben: Die BayArena war in der Königsklasse bislang kein Selbstläufer. Doch im direkten Vergleich besitzt Leverkusen die reifere Struktur, mehr Tiefe im Kader und den deutlicheren Matchplan. Alles andere als ein Heimsieg wäre eine Enttäuschung.

Eintracht Frankfurt – Tottenham Hotspur (Mi., 21 Uhr)

Mit nur vier Punkten aus sieben Spielen steht die SGE schon vor dem letzten Spieltag als ausgeschieden fest. Die Partie gegen Tottenham ist sportlich bedeutungslos, finanziell noch relevant – und vor allem ein Versuch, sich mit Anstand aus dem Wettbewerb zu verabschieden. Mehr aber auch nicht. Denn die Ausgangslage ist klar: Tottenham reist mit ganz anderen Ambitionen nach Frankfurt. Die Spurs stehen mit 14 Punkten komfortabel in den Top 8, überzeugten in der Ligaphase mit Konstanz und Tempo und wollen ihre starke Position vor dem Achtelfinale absichern. Selbst ohne maximalen Druck bleibt die Qualität deutlich höher als bei der Eintracht.

Frankfurt hingegen steckt mitten im Umbruch. Nach der Trennung von Dino Toppmöller wird die Mannschaft weiter vom Interimsduo Dennis Schmitt und Alex Meier betreut, die Stabilität ist überschaubar. Defensive Probleme, Verletzungen und fehlende Automatismen prägten die Europapokal-Saison – und zuletzt auch den Bundesliga-Alltag. Der Heimvorteil und der Kampfgeist könnten das Spiel phasenweise offen halten. Doch realistisch betrachtet spricht wenig für eine Überraschung. Tottenham ist strukturierter, eingespielter und schlicht weiter. Für die Eintracht bleibt ein letzter Auftritt mit Stolz. Für Tottenham die nächste Pflichtaufgabe. Alles deutet darauf hin, dass Frankfurt sich mit einer Niederlage aus der Königsklasse verabschieden muss / ..

PSV Eindhoven – Bayern München (Mi., 21 Uhr)

Die Münchener reisen, bereits fürs Achtelfinale qualifiziert, nach Eindhoven – und wollen dort auch gewinnen. Nach der Bundesliga-Pleite in Augsburg soll in der Champions League wieder die gewohnte Dominanz auf den Rasen gebracht werden. Trotz entspannter Ausgangslage ist die Marschroute von Trainer Vincent Kompany eindeutig: drei Punkte. Personell könnte Dayot Upamecano rechtzeitig zurückkehren. Der Innenverteidiger trainierte nach Virusinfekt bereits individuell und wäre ein wichtiger Stabilitätsfaktor, da Min-jae Kim gesperrt fehlt. Sollte es noch nicht reichen, dürfte Hiroki Ito neben Jonathan Tah starten. Serge Gnabry ist fraglich, Sacha Boey fällt weiter aus. Jamal Musiala sammelt nach langer Verletzungspause Spielpraxis, ist aber noch nicht bei voller Belastbarkeit.

Sportlich spricht vieles für den FCB: 18 Punkte, Rang zwei in der Ligaphase, 20 Tore (wie PSG und Arsenal) – mehr Tore hat in der Königsklasse niemand geschossen. Die PSV steht unter Druck, braucht im Kampf um die Play-offs zwingend Punkte, trifft aber auf einen Gegner mit klaren Vorteilen in Qualität, Erfahrung und Tiefe. Auch der direkte Vergleich ist eindeutig: Bayern verlor nur ein einziges Mal in acht Europapokalduellen.

Fazit: Die PSV wird mutig auftreten müssen – genau das spielt den Bayern in die Karten. Spielkontrolle, Effizienz und die individuelle Klasse um Harry Kane sollten am Ende den Ausschlag geben. Alle Zeichen auf einen BayernSieg in Eindhoven  / .

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Anja Landmann

Anja Landmann

Sportjournalistin, die seit jeher in Fußballstadien zu Hause ist und den Fußball – von heimischen Spielen bis hin zu internationalen Großereignissen – lebt und atmet.

Anja Landmann

Anja Landmann

Sportjournalistin, die seit jeher in Fußballstadien zu Hause ist und den Fußball – von heimischen Spielen bis hin zu internationalen Großereignissen – lebt und atmet.