Alles oder nichts: Gegen Spanien entscheidet sich Deutschlands EM-Schicksal. Der perfekte Moment für ein Statement-Spiel.
Deutschland – Spanien (Mo., 20.30 Uhr)
Es gibt Vorrundenspiele – und es gibt Vorrundenspiele, die sich wie ein Halbfinale anfühlen. Deutschland gegen Spanien gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Nach der bitteren 27:30‑Niederlage gegen Serbien steht die deutsche Mannschaft mit dem Rücken zur Wand. Die Ausgangslage ist klar, der Druck riesig. Aber mal ehrlich: Wenn dieses Team eines kann, dann aufstehen, wenn alle glauben, es geht nicht mehr.
Alles oder nichts!
In der Tabelle der Gruppe A führt Spanien mit 4:0 Punkten, dahinter folgen Serbien und Deutschland mit jeweils 2:2 Zählern. Österreich ist raus aus dem Rennen. Für das DHB-Team bedeutet das: Ein Sieg ist Pflicht – möglichst mit drei Toren Unterschied, um aus eigener Kraft in die Hauptrunde einzuziehen. Sollte Serbien gegen Österreich patzen, würde sogar ein knapperer Erfolg reichen. Auch weitere Konstellationen sind möglich, um weiterzukommen. Doch die Deutschen sind nicht in der Position, zu rechnen oder sich auf andere zu verlassen. Heute zählt nur: gewinnen.
Die Spanier sind längst keine Übermacht mehr wie noch vor fünf oder sechs Jahren. Nach der olympischen Bronzemedaille hat „La Roja“ einen tiefen Umbruch eingeleitet, einen echten Generationenwechsel, der Spuren hinterlassen hat. Übrig geblieben sind im Kern nur Hernandez und Dujshebajew – große Namen. Doch um sie herum stehen viele junge Spieler mit Talent, aber eben wenig Erfahrung auf ganz großer Bühne. Ein Team, das man schlagen kann. Ein Team, das man schlagen muss. Und ein Team, das Deutschland in großen Momenten schon geschlagen hat. Olympia 2024? 33:31 für Deutschland in der Vorrunde. Das Halbfinale danach? 25:24 nach Verlängerung – wieder das DHB-Team. EM-Finale 2016? 24:17. Wenn es wichtig wird, bricht die deutsche Mannschaft Spanien gern das Herz.
Druck? Ja. Angst? Nein.
Natürlich knistert es vor diesem Spiel. Natürlich reden Medien vom „Endspiel für Gislason“. Natürlich ist nach der Auszeit-Panne gegen Serbien alles ein bisschen lauter als sonst. Genau hier liegt die Chance. Torwart-Titan Andreas Wolff sagte es am Sonntag deutlich: „Jetzt gilt es zu zeigen, welches Potenzial die deutsche Mannschaft wirklich hat.“ Und er hat recht. Knorr, Golla, Zerbe – das sind Player, die ein Match alleine drehen können. Wenn das Tempospiel einmal ins Rollen kommt, können die Spanier schnell in die berühmte deutsche Welle geraten. Deutschland kennt diese Drucksituationen, diese Crunch-Time-Momente, in denen Fehler keinen Platz mehr haben. Spanien kommt mit einem neuen, unerfahrenen Team – Deutschland kommt mit Erfahrung, Wut und einer Halle, die brennt.
Was braucht es für einen deutschen Sieg?
Tempospiel, Druck, einfache Tore. Nach der für die meisten nicht nachvollziehbaren Serbien-Pause im zweiten Durchgang dürfte heute die Antwort von Juri Knorr folgen. Andi Wolff kann die Spanier mit seinen legendären Paraden zum Verzweifeln bringen. Gleichzeitig muss das Team die technischen Fehler und Wegwerfbälle abstellen, die zuletzt den Rhythmus zerstört haben. Und mindestens genauso wichtig wie die Leistung auf der Platte ist das, was auf den Rängen passiert. Die deutschen Fans haben in Herning bereits zweimal bewiesen, wie laut und leidenschaftlich sie dieses Team tragen können. Heute gilt es, noch mal nachzulegen und die Mannschaft nach vorn zu peitschen, bis zum letzten Angriff.
Und dann: schlägt Deutschland wieder zu. Wie so oft gegen Spanien. Wenn es um richtig viel geht. Der Druck ist hoch, keine Frage – aber der Gegner ist schlagbar, das Momentum kann drehen, und große Spiele gegen Spanien liegen dem DHB-Team einfach. Deutschland gewinnt mit drei Toren – und zieht in die Hauptrunde ein .
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