Frauenfußball-EM
Pflichtaufgabe zum Auftakt

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Pflichtaufgabe zum Auftakt
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Bei der 14. Fußball-Europameisterschaft der Frauen geht die deutsche Nationalmannschaft selbstbewusst ins Turnier (02. bis 27. Juli). In der Schweiz soll im Idealfall der neunte Titel her. Die Konkurrenz ist jedoch groß.

Deutschland – Polen (Fr., 21 Uhr)

Das Trainingslager in Herzogenaurach verlief positiv, auf Testspiele verzichtete Bundestrainer Christian Wück jedoch. Angeführt von Kapitänin Guilia Gwinn soll die Abwehr hinten dichthalten. Verlassen können sich die Spielerinnen dabei auf Deutschlands Fußballerin des Jahres: Torhüterin Ann-Katrin Berger vom NJ/NY Gotham FC. Die Offensive dürfte keine Schwierigkeiten haben sich zu finden – Lea Schüller, Linda Dallmann und Klara Bühl stehen nämlich alle beim FC Bayern unter Vertrag und dürften gute Chancen auf einen Stammplatz haben. Deutschland zählt mit seiner Dichte an guten Spielerinnen sicher zum erweiterten Favoritenkreis / .

Im ersten Spiel dieser EM geht es für die DFB-Elf dann am Freitag in St. Gallen gegen Polen. Die Osteuropäerinnen setzten sich in den Playoffs überraschend gegen Österreich durch und qualifizierten sich damit zum ersten Mal für ein großes Turnier. Überhaupt wird der Frauenfußball im Nachbarland erst seit kurzer Zeit wirklich gefördert.

Ein besonderes Augenmerk müssen die deutschen Spielerinnen auf Ewa Pajor haben. Nach neun Jahren beim VfL Wolfsburg wechselte sie 2024 zum FC Barcelona und wurde dort zu einer der besten Mittelfeldspielerinnen der Welt. Zudem setzt Trainerin Nina Patalon auf reichlich Bundesliga-Erfahrung: Gleich sieben Akteurinnen stehen in der kommenden Saison in Deutschlands höchster Spielklasse unter Vertrag.

Das Weiterkommen in einer Gruppe mit Deutschland, Dänemark und Schweden wäre dennoch eine faustdicke Überraschung. Dementsprechend wäre alles andere als ein Sieg für das deutsche Team gegen Polen auch eine Enttäuschung / .

England will den Titel verteidigen

Die Three Lionesses holten sich 2022 mit einem 2:1 über Deutschland den Titel und zählen auch bei dieser Austragung wieder zu den Favoritinnen. Als besonderer Glücksbringer fungierte dabei Prinz William: Der Schirmherr des englischen Fußballverbands besuchte die Spielerinnen vor ihrer Abreise und wünschte ihnen „good luck“ / .

Topfavorit dürften wohl die Spanierinnen sein. Das ernüchternde Viertelfinalaus bei der letzten EM soll ausgemerzt werden. Voraussichtlich dabei helfen wird Ballon-d’Or-Gewinnerin Aitana Bonmatí. Die Spielmacherin vom FC Barcelona musste wegen einer viralen Meningitis für mehrere Tage ins Krankenhaus, konnte die Klinik mittlerweile aber wieder verlassen / .

Ebenfalls auf dem Zettel haben sollte man die Französinnen. Schweden und der Niederlande werden nur Außenseiterchancen zugerechnet.

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Christian Ziemke

Christian Ziemke

Redakteur, der sich in fast jeder Sportart zurechtfindet. Seine größte Leidenschaft gilt dem Fußball, der NFL und der NBA.

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