Paris St. Germain gegen Inter Mailand war wahrscheinlich nicht das Champions-League-Finale, auf das viele Experten getippt haben. Wer wird sich in diesem Duell durchsetzen?
Der designierte französische Meister trifft auf den beinahe italienischen. Am morgigen Samstag entscheidet sich, ob Paris St. Germain die größte Trophäe des europäischen Vereinsfußballs zum ersten Mal in die Höhe stemmen darf oder ob Inter Mailand sich den Pott zum vierten Mal holt. Beide Mannschaften setzten sich im Halbfinale leicht überraschend gegen den FC Barcelona bzw. Arsenal London durch.
Paris feiert problemlose Meisterschaft
In der heimischen Liga war PSG in dieser Saison einmal mehr das Maß aller Dinge. Bereits am 28. Spieltag macht der Hauptstadtclub die Meisterschaft perfekt und hatte am Ende satte 19 Punkte Vorsprung auf Olympique Marseille. In der Königsklasse mussten sie sich hingegen strecken: Lediglich Platz 15 stand in der Ligaphase zu Buche, zwei Punkte weniger hätten schon das Aus bedeuten können. In der K.O.-Phase schalteten sie nach einem souveränen Weiterkommen gegen Ligakonkurrent Brest ganze vier Vereine aus der Premier League aus. Unter anderem setzten sie sich gegen den neuen Meister aus Liverpool im Elfmeterschießen durch.
Die Zeit, in der Paris mit geballter Starpower versuchte die Champions League zu gewinnen, scheinen vorüber zu sein. Das Team besticht durch einen großen Zusammenhalt, wo sich jeder für den anderen einsetzt. Aber auch spielerisch wissen die Franzosen zu überzeugen. Ousmane Dembélé und Khvicha Kvaratskhelia beispielsweise können ein Spiel auch im Alleingang entscheiden. Aufgrund dieser spielerischen Klasse geht Paris als leichter Favorit in dieses Endspiel / .
Inter scheitert erst am letzten Spieltag
Bis zum letzten Spieltag am vergangenen Freitag war die Meisterschaft in der Serie A offen. Inter lag einen Punkt hinter Neapel. Die SSC machte jedoch ihre Hausaufgaben und so musste sich Inter mit der Vizemeisterschaft begnügen. Der Champions-League-Triumph wäre ein willkommener Trost. Als Vierter der Ligaphase sparten sich die Nerazzurri die Play-Off-Runde und schalteten anschließend Feyernoord, Bayern und Barcelona aus. Vor allem im Halbfinale lieferte sich Inter zwei unglaublich spektakuläre Partien mit den Katalanen, die 3:3 und 4:3 endeten. Typisch italienisch war das nicht.
Trotzdem wissen die Mailänder, wie man verteidigt: In der Ligaphase gab es nur ein Gegentor, auch in der heimischen Liga haben sich nicht viele Treffer kassiert. Gefährlich wird Inter vor allem über die Flügel, wo Federico Dimarco und Denzel Dumfries die Linie rauf und runter marschieren. Vorne ist Marcus Thuram jederzeit für eine Bude gut. Auch wenn Interals leichter Außenseiter in das Spiel geht / , wird es aller Voraussicht nach eine enge Begegnung – und spannend wird sie allemal.
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